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Konditionelle Fähigkeiten

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B) Motorische Schnelligkeitsfähigkeit
Definition:
Schnelligkeitsfähigkeit ist die Fähigkeit, Bewegungen in möglichst kurzer Zeit auszuführen.
Dabei ist die dynamische Kraftfähigkeit ein wesentlicher leistungsbestimmender Faktor.

Es wird zwischen zyklischer (=rhythmische Folge von Bewegungen, zB. Lauf) und azyklischer (=Fähigkeit eine bestimmte Bewegung möglichst schnell auszuführen, zB. Wurf, Stoß) Schnelligkeit unterschieden.




Vor allem bei der zyklischen Schnelligkeitsfähigkeit sind folgende Faktoren entscheidend:
  • Die Schnelligkeit, mit der die motorischen Nervenzellen aus dem Hemmungs- in den Erregungszustand übergehen können.
  • Der ATP-Gehalt der Muskulatur
  • Die Geschwindigkeit der ATP-Spaltung
  • Das Tempo der Resynthese

Die Schnelligkeit des Menschen läßt sich allgemein aus 4 Faktoren zusammensetzen:

  1. Reaktionszeit
  2. Geschwindigkeit der Einzelbewegungen
  3. Bewegungsfrequenz
  4. Fortbewegungsgeschwindigkeit

Diese 4 Faktoren sind relativ unabhängig voneinander. Ein 100m-Sprinter kann schnell in der Bewegungsausführung sein, dafür aber langsam in der Reaktion.
Bei azyklischen Bewegungen (Boxen,Würfe,Sprünge) ist die Geschwindigkeit einzelner Körperteile in Verbindung mit der dynamischen Muskelkraft entscheidend. Bei zyklischen Bewegungen wie z.B. beim Schwimmen ist die Bewegungsfrequenz entscheidend. Allerdings muss ein Sportler mit schnellen Armbewegungen nicht automatisch über schnelle Beinbewegungen verfügen (Extremitätsspezifische Schnelligkeitsfähigkeit).

Bei vielen Sportarten kommt es auf die Reaktionsschnelligkeit des Sportlers an (z.Bsp. Start beim Sprint, Reaktion auf Schläge beim Boxen).Sie kann als Reaktionszeit gemessen werden. Die Reaktionszeit ist die Zeit, die zwischen dem Geben des Signals und dem Ausführen der willkürlichen Bewegung verstreicht.
Sie ist abhängig von:
  • Der Art des Signals: Bei akustischen Signalen (Bsp.Startschuß) ist die Reaktionszeit kürzer als bei optischen. Vorsignale (Bsp.: “Auf die Plätze”) verkürzen die Reaktionszeit zusätzlich.
  • Intensität des Signals: Je lauter das Signal (Bsp.Startschuß) desto kürzer die Reaktionszeit.
  • Temperatur des Körpergewebes: Eine Erhöhung der Temperatur des Körpergewebes wirkt sich positiv auf die Reaktionszeit aus
  • Psychischen und physischen Einflüssen: Verkürzung durch Lust, Freude. Verlängerung durch Müdigkeit, Lustlosigkeit, Krankheit.
  • Chemischen Reizmitteln: Alkohol, Nikotin, Medikamente, Drogen.

Bei den meisten Sportarten sind alle 4 Faktoren der Schnelligkeitsfähigkeit leistungsbestimmend.
Beim Kurzstreckenlauf zum Bsp. ist sowohl eine kurze Reaktionszeit als auch eine schnelle Bewegungsausführung (Aktionsschnelligkeit) gefordert.
Bezüglich der Schnelligkeitsfähigkeit eines Sportlers wird häufig der Begriff “Grundschnelligkeit” verwendet.
Grundschnelligkeit besteht aus der Bewegungsfrequenz und der Bewegungsamplitude. Sportarten bei denen eine gewisse Grundschnelligkeit wichtig sind, sind zum Bsp. Sprintwettbewerbe, Schwimmen, Eisschnelllauf.

Voraussetzungen für eine hohe Grundschnelligkeit sind:
  • Die dynamische Kraft der beanspruchten Muskulatur (Maximalkraft)
  • Die Koordination, d.h. gezielt aufeinander abgestimmter und ökonomischer Einsatz der Muskelkontraktionen
  • Die Kontraktionsgeschwindigkeit. Sie ist von den Anteilen der schnellen und langsamen Muskelfasern abhängig und kann kaum trainiert werden, da sie größtenteils angeboren ist. Verbesserungen sind vorwiegend koordinativ bedingt.
  • Der Viskosität des Muskels (Reibungskräfte im Muskel- und Gewebebereich)
  • Antrophometrische Merkmale (Die mit der Körpergröße zusammenhängenden unterschiedlichen Hebelverhältnisse)

Die Schnelligkeitsfähigkeit wird in verschiedenen Sportarten in verschiedener Weise gefordert und mit anderen konditionellen Fähigkeiten kombiniert. Sie ist größtenteils angeboren. Man kann sie aber über eine Steigerung der Koordination und der Kraftfähigkeit verbessern.
  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
Siehe auch:
Handelsgesetzbuch HGB: ohne Seehandelsrech...
Arbeitsgesetze
Grundgesetz GG: Menschenrechtskonvention, Europäischer Gerichtsh...
Strafgesetzbuch StGB
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Zivilprozeßordnung. ZPO
 
   
 
     
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